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Umweltfreunde setzen alles auf eine Karte
Erfolgreiches Heidelberger Rabatt-Projekt wird auf Mannheim
ausgeweitet
Von unserem Redaktionsmitglied Tobias Grauheding
Wer in Heidelberg umweltbewusst einkauft, kann kräftig Prozente
sparen. In wenigen Wochen feiert die "Umwelt-Plus-Karte", die Rabatte
in 40 ökologisch nachhaltig oder besonders sozial wirtschaftenden
Unternehmen gewährt, ihren dritten Geburtstag. Jetzt soll das Projekt
auch auf Mannheim ausgeweitet werden.
Angeschlossen sind an die vom Verein "Ökostadt Rhein-Neckar"
betriebene Rabattkarte vor allem kleine Betriebe - ob Naturkostladen,
Waschsalon, Schreinerei, Fahrradladen oder Baumschule. Mit im Boot
sitzen auch zahlreiche Dienstleister und Kultureinrichtungen, die den
bislang 1300 Teilnehmern drei bis zehn Prozent Rabatt gewähren. Zuvor
muss die Umweltpluskarte für 15 Euro gekauft werden, die sich aber
schnell bezahlt machen kann, wie "Ökostadt" vorrechnet. Gewinne
erzielt der Betreiber nicht. "Mit der Gebühr wird nur die
Organisation finanziert," erklärt Annegret Brandt, Geschäftsführerin
von "Ökostadt".
Neben den Karteninhabern sollen natürlich auch die Unternehmen einen
Nutzen haben. "Vor allem wird Aufmerksamkeit erzeugt. Viele der
angeschlossenen Kleinbetriebe haben keine Möglichkeit für intensive
Werbung", erklärt Wilfried Konrad vom Institut für ökologische
Wirtschaftsforschung. Seit Projektbeginn im Mai 2003 ist er mit der
wissenschaftlichen Begleitforschung betraut. Auch nach Meinung des
Heidelberger Agenda-Büros, das vor allem bei der Entwicklung
beteiligt war, fördere die Karte die Standortsicherheit einiger
Kleinbetriebe. Außerdem könne verständlich gemacht werden, um was es
der Stadt beim Thema Nachhaltigkeit geht, wie Frank Zimmermann,
Leiter des Agenda-Büros erklärt: "Ein ausgewogenes Verhältnis von
ökologischem, ökonomischen und sozialem Nutzen." Letzteres wird
beispielsweise bei den "Heidelberger Diensten", die Arbeitslose
beschäftigen, groß geschrieben.
Neu ist die Kooperation mit einem Naturbekleidungsgeschäft in
Mannheim. Nach und nach sollen 20 weitere Betriebe in der
Quadratestadt zum Mitmachen bewegt werden, sagte Annegret Brandt von
"Ökostadt". Ausdrücklich wies sie darauf hin, dass mit der Karte
keine Daten gesammelt werden. Sie sei weder mit Chip noch mit
Magnetstreifen ausgestattet. |
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